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Die Valuewette im Detail

Jeder sucht sie: Die Strategie, mit der ohne viel Aufwand eine Menge Geld im Bereich Sportwetten verdient werden kann. Die Valuewette scheint genau das zu ermöglichen, nutzt sie doch überhöhte Quoten aus und sichert dem Wetter so einen ansprechenden Gewinn. In der Theorie ist es wunderbar, wie sie funktioniert. In der Praxis jedoch ist sie kaum anwendbar mehr dazu sagt dieser Text.

Mit überhöhten Quoten rechnen

Bei der Valuewette geht es, kurz gesagt, darum, überhöhte Quoten herauszufinden, sie zu nutzen und damit Profite zu erwirtschaften. Ein Beispiel: Soll die Quote dafür berechnet werden, ob bei einer Münze Kopf oder Zahl fällt, so ist sie bei 2, 0. Das liegt daran, dass die Wahrscheinlichkeit bei jeweils 50 % liegt. Nehmen wir 4 Farben und ziehen einen daraus, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass die korrekte Farbe im Vorfeld getippt wird, bei 25 %. Die Quote wurde dann bei 4, 0 liegen. Alle Quoten, welche bei einem Sportwetten-Anbieter dann deutlich darüber liegen würden, wären überhöht. Dies würde der Sportwetter dann ausnutzen und einen entsprechenden Tipp abgeben.

Das System in der Praxis

Es ginge nun also darum, im Vorfeld, beispielsweise einer Fußball Partie, eine Analyse vorzunehmen. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Mannschaft gewinnt? Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass die beiden Teams sich in einem Unentschieden trennen werden? Welche Gründe gibt es für welches Resultat? Sind diese Gründe aktuell vorhanden oder sind sie nur fiktiv, weil sie beim nächsten Spieltag nicht greifen? Solche und andere Fragen müssen in diesem Zusammenhang beantwortet werden. Dabei geht es nicht einfach nur darum, sie mit 2 oder 3 Worten zu beantworten, sondern es geht um ausführliche Beantwortung der Fragestellungen. So weit ist das noch möglich, aber nun stößt die Strategie der Valuewette an ihre Grenze. Es ist nämlich nicht möglich, diese ganzen Daten in Zahlen auszudrücken. Folglich ist es auch nicht realistisch, Wahrscheinlichkeiten zu berechnen, um diese dann in Wettquoten umzuwandeln. In der weiteren Folge ist es nicht möglich, die selbst berechneten Quotierungen mit denen von Sportwetten-Anbietern zu vergleichen.

Theoretisch für Anfänger gut geeignet

Wäre es möglich, die analysierten Daten, die Fragen sowie die Antworten in Zahlen auszudrücken, wäre diese Sportwetten-Strategie in Form der Valuewette für Anfänger sehr gut geeignet. Sie müssen lediglich die Wahrscheinlichkeitsrechnung beherrschen und zumindest ansatzweise mit Zahlen umgehen können. Das Vergleichen von Quoten hinterher stellt kein Problem mehr dar. Leider sieht die Realität so aus, dass das Sportwetten-System Vorkenntnisse voraussetzt: Nur wer weiß, ob in einer Partie ein Top-Favorit und ein Außenseiter aufeinandertreffen, kann einschätzen, ob die Quoten realistisch gestaltet sind. Wenn der Ausgang einer Fußball Partie im Grunde genommen vorher feststeht, sollte der Sportwetten-Anbieter entsprechende Quotierungen offerieren. Tut er das nicht, so ist davon auszugehen, dass die Wettquoten überhöht sind. In so einem Fall kann man von einer Valuewette sprechen.

Was sind Quoten?

Um den Artikel zu vervollständigen, noch ein paar Worte zum Thema Wettquoten. Was sind Wettquoten überhaupt? Wettquoten drücken die Wahrscheinlichkeit eines Sportresultates in Zahlen aus. Liegt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Ergebnis eintritt, bei 50 %, so liegt die Wettquote bei ungefähr 2, 0. Über die Quoten verdient der Sportwetter Geld, in dem der Einsatz mit ihr multipliziert wird. Natürlich wird der Sportwetten-Anbieter die Quotierungen so gestalten, dass er selbst ein wenig Geld verdient. Die Auszahlungsquoten liegen bei den meisten Buchmachern bei ungefähr 95 %. Das bedeutet, dass 95 % der Einsätze wieder an die Sportwetter ausgeschüttet werden. Nimmt der Buchmacher beispielsweise 100.000 € ein, so würde er bei einer Auszahlungsquote von 95 % 95.000 € an die Wetter wieder ausschütten. Schlägt man noch einmal kurz die Brücke zur Wettsteuer, welche 5 % beträgt, so wird klar, warum die meisten Buchmacher diese nicht selber tragen können. Bei einer ursprünglichen Auszahlungsquote von 95 % ist es ihnen nicht möglich, auch noch eine Pflichtabgabe in Höhe von 5 % zu finanzieren. So ist es folgerichtig, dass die meisten Sportwetten-Anbieter die Steuer an die Nutzer, entweder ganz oder teilweise, weitergeben.

Fazit

Die Valuewette funktioniert in der Theorie wunderbar. Mit ein wenig Wahrscheinlichkeitsrechnung und der Fähigkeit, mit Zahlen umzugehen, würde sich damit eine Menge Geld verdienen lassen. Auch Anfänger hätten die Möglichkeit, Profit zu machen, denn das grundsätzliche Wissen würden sie aus der Schule mitbringen. Problematisch wird es erst, wenn dieses Sportwetten-System in der Praxis angewendet werden soll. Es ist schlicht unmöglich, alle analytischen Daten in Zahlen auszudrücken und so ist es auch nicht möglich, eigene Quoten zu berechnen. Dies jedoch wäre möglich, um die eigenen Kalkulationen mit denen der Buchmacher zu vergleichen und so herauszubekommen, ob eine Quote überhöht ist. Da das System genau darauf funktioniert, wird es in der Praxis scheitern. Wenn ein Wetter jedoch ein gesundes Maß an Hintergrundwissen mitbringt, so kann er durchaus eine abgewandelte Form der Valuewette anwenden, indem er sich über ein Spiel im Vorfeld eine Meinung bildet. Hat er eine ungefähre Idee, wie hoch die Quotierung sein dürfte, kann er seine Einschätzung mit dem Buchmacher vergleichen. Ist der Unterschied sehr groß und der Sportwetten-Anbieter offeriert eine deutlich höhere Wettquote, so kann er davon ausgehen, dass es sich um eine Valuewette handelt.

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